Kiefergelenkserkrankungen

Eigentlich ist dieser Begriff irreführend:
die Behandlung der Funktionsstörungen, die hier gemeint sind, geht weit über das Kiefergelenk hinaus.
Beschwerden wie z. B. Muskel- und Sehnenschmerzen am Kopf und im Nacken, Knirschgeräusche beim Kauen und Kiefergelenksknacken gehören in dieses Spezialgebiet der Zahnheilkunde.

  Kaumuskelmassage
Diskus-Vorverlagerung 

Vereinfacht gesagt, werden solche Beschwerden dadurch ausgelöst, dass Teile des Kausystems nicht harmonisch miteinander funktionieren. Muskeln sind verspannt, Sehnen überlastet; auch das Gelenk selbst - Knochen und Knorpel - kann erkrankt sein (Arthrose, Arthritis).
Häufige Ursache ist nächtliches Zähneknirschen: "man beißt sich durchs Leben." Hier hilft eine individuelle Aufbiss-Schiene zur Entlastung des Kausystems.

Auch Haltungsprobleme können eine Rolle spielen - Schiefhaltung des Kopfes beim Telefonieren, eine falsche Sitzhaltung am Computer, ein fehlerhaft konstruierter Arbeitsplatz, eine Fehlhaltung durch eine "schiefe Wirbelsäule".

  

Die Maßnahmen zur Diagnosefindung und Behandlung solcher Probleme sind in verschiedenen Arbeitsgebieten angesiedelt.
Physiotherapie und Massagen sorgen für Muskelentspannung; die Untersuchung der Wirbelsäule ergänzt die Suche nach den Ursachen. Da Stress fast immer an den Problemen beteiligt ist, können auch Strategien zur Stressbewältigung zum Einsatz kommen.
Meist wird die Therapie dann interdisziplinär durchgeführt - der Zahnarzt (m/w) arbeitet mit VertreterInnen anderer Fachrichtungen zusammen (Physiotherapie, Osteopathie, Orthopädie, Psychologie).

 
Reziprokes Knacken als Zeichnung  

In unserer Praxis können wir Ihnen eine umfassende Therapie "aus einer Hand" anbieten; wir verfügen neben großer Erfahrung in der Schienenbehandlung (siebenjährige Spezialisierung an der Uniklinik) über die Mittel zur instrumentellen Funktionsanalyse und Funktionstherapie (z. B.: Axiographie).
Außerdem verfügen wir als Hypnosetherapeuten über besonderes effektive Techniken zur Stressverarbeitung, und auch Akupunktur-Techniken wirken hilfreich.